TIMKEN 500er Gerüste
Neuanfertigung von Walzgerüsten für TIMKEN
KOCKS Manufacturing übernimmt für TIMKEN die Neuanfertigung von Walzgerüsten. Die Herausforderung des Projekts für den Kunden TIMKEN bestand darin, ein komplettes Walzgerüst mit einer hohen Abhängigkeit der Bauteile untereinander in einen definierten, reproduzierbaren Zielzustand zu überführen. Die gefertigten Bauteile wurden anschließend Teil einer komplexen Bestandsanlage und bringen Stahl präzise in Form. Die Stückliste eines Bauteils umfasst dabei mehr als 215 Positionen. Zusätzlich zu dieser Komplexität kamen Besonderheiten hinsichtlich der Bauteilgröße sowie Unklarheiten in der Dokumentation hinzu, die seitens der KOCKS Manufacturing durch Erfahrung und systemisches Denken erfolgreich bewerkstelligt wurden.
Walzgerüste für präzise Langprodukte
Die Walzgerüste mit einem Eintrieb, einem ideellen Walzendurchmesser von 500 mm und einem Antrieb werden in der Stahlindustrie als Werkzeuge eingesetzt, um präzise Langprodukte für weiterverarbeitende Industrien wie den Automobil- und Maschinenbau zu produzieren. Ein solches Walzgerüst produziert über seinen jahrzehntelangen Lebenszyklus als wesentlicher Bestandteil einer Walzlinie Millionen Tonnen Stahl. Die Umformkräfte sind hoch, und im Inneren verbirgt sich ein hochkomplexer Antriebsstrang. Höchste Verfügbarkeit, Präzision und Robustheit des Bauteils sind hier Voraussetzung – Stillstand ist keine Option.
Nach der Bearbeitung der Einzelkomponenten liegt der Schwerpunkt auf der Montage. Alle Komponenten müssen präzise eingestellt und vermessen werden. In über 250 Stunden werden sämtliche Bauteile sorgfältig montiert, aufeinander abgestimmt und für den anschließenden Probelauf vorbereitet. Über den gesamten Prozess hinweg prüfen erfahrene Spezialisten alle relevanten Funktionen.
- Nur wenn alle Komponenten perfekt zusammenspielen, kann der Kunde mit seiner Walzanlage über viele Jahrzehnte hinweg die geforderte Performance liefern. Höchste Anforderungen ziehen sich daher durch alle Phasen der Wertschöpfungs- und Prozesskette.
Die Herausforderung
250 Stunden Montage
(k)ein Routinejob
Die Montage eines Walzgerüsts ist kein Routinejob, sondern eine hochkomplexe Aufgabe. Viele Komponenten greifen funktional ineinander; jede Einstellarbeit an einer Stelle wirkt sich an anderer Stelle auf Spiel, Fluchtung oder Lastverteilung aus. Die über 250 Stunden Montagezeit entstehen nicht zufällig, sondern ergeben sich aus der Kombination mehrstufiger Getriebekonzepte, zahlreicher Lagerstellen und einer hohen Zahl an Abhängigkeiten zwischen den Bauteilen.
Bei KOCKS Manufacturing gehört genau das zum eingespielten Tagesgeschäft. Hier zählt das spezifische Hintergrundwissen der Mitarbeiter: Nicht alles lässt sich bei solchen Projekten aus den Unterlagen ablesen, sondern muss zusätzlich mit Erfahrung, einem genauen Funktionsverständnis und hoher fachlicher Expertise eingeordnet werden.
Die Lösung
Präzision durch Erfahrung
Arbeiten mit historischen Konstruktionen
KOCKS Manufacturing kann insbesondere bei anspruchsvollen Fertigungs- und Montageaufträgen seine hohe Engineering-Kompetenz einbringen, die weit über das reine „Abarbeiten“ von Fertigungsbegleitkarten und Stücklisten hinausgeht. Wo Zeichnungen allein unter Umständen Interpretationsspielraum lassen, entscheidet das Verständnis von Funktion, Belastungspfaden und dem realen Betrieb über die richtige Lösung.
Dieses Zusammenspiel aus Dokumentation, Erfahrung und systemischem Denken unterscheidet KOCKS Manufacturing von reinen Lohnfertigern, die Bauteile oftmals isoliert betrachten und nicht als Teil eines Gesamtsystems.
Über 215 Positionen – Komplexität im Griff
Die Stückliste des Gerüsts umfasst mehr als 215 Positionen. Dahinter verbergen sich Getriebekomponenten, Wellen, Lager, Dichtungen, Gehäuseteile, Leitungen, Befestigungselemente und zahlreiche Hilfsteile. Ein großer Teil dieser Komponenten – insbesondere die mechanisch anspruchsvollen Bauteile – wird von KOCKS Manufacturing selbst gefertigt, andere stammen aus einem qualifizierten Zuliefernetzwerk.
Unabhängig davon, ob Eigen- oder Fremdfertigung: Über allem steht ein sauber orchestrierter Fertigungsprozess – mit einer klar definierten Verantwortung für das Ergebnis bei KOCKS Manufacturing.
Ein Beispiel für diese Art der Detailarbeit ist die Rohrleitungsfertigung. Rohrleitungen werden im Haus zugeschnitten, gebogen, angepasst und verlötet. Das ermöglicht es, komplexe Leitungsverläufe für Öl- oder Schmierkreise exakt nach funktionalen Anforderungen umzusetzen und Anpassungen unmittelbar im Projektverlauf vorzunehmen, ohne auf lange Lieferzeiten externer Zulieferer angewiesen zu sein.
Die Tragfähigkeit der Montageeinrichtungen und die vorhandenen Aufspannflächen sind speziell darauf ausgelegt, schwere und großvolumige Komponenten sicher zu handhaben – bis in den Bereich von mehreren Tonnen Bauteilgewicht.
Feinjustage unter simulierten Realbedingungen
Charakteristisch für die Arbeit an Walzgerüsten ist der hohe Anteil an Einstell-, Mess- und Anpassungsarbeiten. Zahnflankenspiel, Lagervorspannung, die Fluchtung von Wellen sowie das Einstellverhalten der Anstellung bestimmen maßgeblich den späteren Betrieb. Werden diese Parameter nicht korrekt eingestellt, leiden der Rundlauf und die Lager werden überlastet. Erwärmung und Verschleiß steigen, Geräuschentwicklung und Schwingungen nehmen zu, und die Lebensdauer der Komponenten sinkt deutlich.
Deshalb schließt sich an die Montage ein bis zu 16-stündiger Probelauf an. In diesem Zeitraum wird die Anstellung in verschiedenen Positionen getestet, wie sie auch im späteren Einsatz vorkommen. Lagertemperaturen und Drehzahlen werden dokumentiert, zudem wird das Schmierölverhalten an kritischen Lagerstellen kontrolliert.
Das Fazit
Ihr Vorteil mit KOCKS
Die komplexen Montagearbeiten für TIMKEN verdeutlichen, welche hohe Komplexität und Herausforderung aus der Kombination anspruchsvoller Einzelaufgaben erwachsen können. Die notwendige Tiefe in Montage, Einstellarbeiten und Probelauf – inklusive einer 16-stündigen Funktionsprüfung unter Realbedingungen – zeigt, dass es sich weniger um eine einzelne Instandsetzungsmaßnahme als vielmehr um die Überführung eines kompletten Walzgerüsts in einen definierten, reproduzierbaren Zielzustand handelt.
Herausragende Ergebnisse, wie sie von Kunden erwartet werden, sind dabei nur durch die Kombination aus hoher Fertigungstiefe, spezifischem Know-how in Fertigung und Montage sowie eingespielten Abläufen im Umgang mit komplexen Bestandsanlagen möglich – Kompetenzen, die bei KOCKS Manufacturing über Jahrzehnte gewachsen sind und sich in solchen Projekten unmittelbar in der Gesamtqualität widerspiegeln.
Bereit für den nächsten Schritt?
Egal ob konkrete Bauteilanfrage, Zeichnung oder eine erste Idee: Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Jannik und das KOCKS-Team setzen sich persönlich mit Ihnen in Verbindung.
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